Vor etlichen Jahren wirkte dieses Zitat von Wilhelm Busch wie einen Ohrfeige für mich. Hielt ich meine Offenheit und die Fähigkeit, mehrere Perspektiven einnehmen zu können, doch für eine gute Eigenschaft.
Fakt war halt, dass diese Offenheit manchmal eine gewisse Verlorenheit mit sich brachte. Worauf sollte ich vertrauen, wenn doch an fast allem irgendwie was dran war? Hatte Busch also recht und ich war einfach nur nicht gefestigt genug oder eben ein bisschen plemplem?
Sicherheit kommt meiner Erfahrung nach nicht dadurch, dass wir uns an irgendwelchen Erkenntnissen, Methoden oder Überzeugungen festklammern.
Mein Ankerpunkt ist meine Menschlichkeit, mein Mensch-Sein. Nach meiner Vorstellung ist das eine Art inneres Wissen, das uns alle miteinander verbindet, aber meist von unseren Prägungen und Gewohnheiten überlagert wird.
So verwurzelt und doch innerlich frei, ist es leichter, Gewohntes in Frage zu stellen und auch zunächst abwegig erscheinende Perspektiven auszuprobieren.
Ich finde es so spannend, unser Mensch-Sein zu erkunden. Schau gerne, ob du was Inspirierendes in meinen Texte findest oder melde dich für den nächsten Inner Adventure Trip an.
Schön, dass du hier bist!
Der ‚8-wöchige Inner Adventure Trip‘ initiiert einen Aufbruch in eine veränderte Wahrnehmung der Welt.
Mir gefällt das Bild einer Keimzelle, aus der heraus für alle etwas Unterschiedliches entstehen kann. Durch thematisch abgestimmte, wöchentliche Fragen kommen Reflexionsprozesse in Gang, die du mit deinen Körperwahrnehmungen abgleichst. Darum ist dein Erleben sehr individuell.
In unserem regelmäßigen Austausch zeigt sich, dass unsere grundsätzlichen Themen jenseits der individuellen Erfahrungen ganz ähnlich sind. Deshalb schafft der Inner Adventure Trip gleichzeitig etwas sehr Verbindendes:
Wir bezeugen uns gegenseitig unser Mensch-Sein, indem wir unser Anderssein bewusst aushalten.
Nicht abwiegeln, nicht überzeugen, nicht trösten.
Einander sehen, uns selbst zeigen. Jede*r, so wie es gerade passt.
Wenn wir Andersartigkeit nicht als ‚Angriff‘ auf unser eigenes Sein bewerten, weil wir in uns sicher fühlen, können wir sie als Bereicherung für unsere Selbstwahrnehmung umso mehr schätzen. Wir erleben, wie sich Verbindung anfühlt, die nicht durch Anpassung entsteht.
Was bringe ich mit? Die feste Verwurzelung in meiner eigenen Identität. Innere Freiheit. Die tief empfundene Verbundenheit füreinander über unsere Menschlichkeit und das feste Vertrauen darauf, dass innere Prozesse ihre eigene Chronologie haben und niemand irgendwohin gepusht werden muss.
Neugier und Lebensfreude sind mein Antrieb.
La tête c’est moi – beschreibt dieser Satz dein Leben? Also ja, Körper hat man halt. Wofür genau, ist nicht immer ganz klar.
Du beschäftigst dich gerne mit existenziellen Fragen, bleibst dabei aber am liebsten theoretisch, in deinem Kopf.
Freiheit ist ein großer Wert für dich, den du global zunehmend bedroht siehst. Du nimmst wahr, dass es überall gleichzeitig zu brennen scheint und bedauerst, dass die Komplexität der Lage oft genug auf ein Schwarz-Weiß-Bild reduziert wird.
Deine Interessen sind vielfältig. Du erkennst grundsätzlich mehrere Perspektiven, möchtest aber nicht von einer Seite vereinnahmt werden. Dich interessiert Verbindung auf einer tieferen Ebene als ausschließlich über gemeinsame Interessen.
Bei allem Ernst der Weltlage genießt du die schönen Dinge des Lebens. Du liebst gutes Essen und legst Wert auf eine angenehme Umgebung.
Die Frage, die dich alles in allem am stärksten umtreibt: Warum können wir nicht alle friedlich miteinander existieren? Uns gegenseitig einfach so sein lassen, wie wir sind? Please!
Hej, ich bin Carolin Weise – a floating mind rooted in humanity.
Als Kopfmensch gewohnt, vieles zu zerdenken und mich dabei im Kreis zu drehen, war es ein Gamechanger, endlich meinen Körper als Verbündeten kennen- und schätzen zu lernen.
Nachdem ich mich aus einem sicheren, aber für mich viel zu engen beruflichen Rahmen gelöst habe, erlebte ich, was sich verändert, wenn ich meine Körperweisheit nicht länger übergehe. Wenn ich annehme, was in mir rumort, auch wenn es mir gerade nicht in den Kram passt.
Je näher ich mir dabei kam, in dem ich mit meinen Prägungen auseinandersetze und sie letztendlich als Teil meines Seins akzeptierte, desto größer wurde meine Kapazität, über den Tellerrand zu blicken und die uns umgebenden Strukturen in Frage zu stellen.
Mit etwas Abstand und aus einer sicheren, inneren Verankerung heraus betrachtet, erscheint das Leben, wie wir es gewohnt sind, beinahe absurd. Also, warum nicht mal alles in Frage stellen und schauen, was wirklich übrig bleibt?
Ich bin überzeugt, dass wir freudvollere und friedlichere Konzepte für unser Menschsein entwickeln werden, wenn wir uns innerlich von Strukturen lösen, die momentan unsere Perspektive stark einschränken.