Innere Sicherheit kommt meiner Erfahrung nach nicht dadurch, dass wir uns an irgendwelchen Erkenntnissen, Methoden oder Überzeugungen festklammern.
Mein innerer Bezugspunkt ist unser Mensch-Sein. Nach meiner Vorstellung ist das eine Art inneres Wissen darüber, was uns als Menschen wirklich ausmacht, und über das wir alle miteinander verbunden sind. Diese innere Gewissheit wird jedoch meist massiv von unseren Prägungen und Gewohnheiten überlagert.
Den Prozess, jene Schichten zu durchdringen und meinem Kern immer näher zu kommen, finde ich mega spannend.
Und deshalb schreibe ich hier darüber. Mein Blick geht dabei oft zurück, denn wo wir herkommen, prägt, wie wir heute denken, fühlen und handeln.
Meine Ausrichtung ist dagegen zukunftsorientiert. Ich liebe das Leben und habe eine große Liebe und Zuversicht für die Menschheit als Ganzes.
Für alle, die beim Lesen Lust auf verwurzeltes Floaten kriegen, gibt es unter Aktuelles immer wieder Möglichkeiten, gemeinsam vom Boden vermeintlicher Tatsachen abzuheben.
Als Kopfmensch gewohnt, vieles zu zerdenken und mich dabei im Kreis zu drehen, war es ein Gamechanger, endlich meinen Körper als Verbündeten kennen- und schätzen zu lernen.
Nachdem ich mich aus einem sicheren, aber für mich viel zu engen beruflichen Rahmen gelöst habe, erlebte ich, was sich verändert, wenn ich meine Körperweisheit nicht länger übergehe. Wenn ich annehme, was in mir rumort, auch wenn es mir gerade nicht in den Kram passt.
Je näher ich mir dabei kam, in dem ich mit meinen Prägungen auseinandersetze und sie letztendlich als Teil meines Seins akzeptierte, desto größer wurde meine Kapazität, über den Tellerrand zu blicken und die uns umgebenden Strukturen in Frage zu stellen.
Mit etwas Abstand und aus einer sicheren, inneren Verankerung heraus betrachtet, erscheint das Leben, wie wir es gewohnt sind, beinahe absurd. Also, warum nicht mal alles in Frage stellen und schauen, was wirklich übrig bleibt?
Ich bin überzeugt, dass wir freudvollere und friedlichere Konzepte für unser Menschsein entwickeln werden, wenn wir uns innerlich von Strukturen lösen, die momentan unsere Perspektive stark einschränken.
Der ‚8-wöchige Inner Adventure Trip‘ initiiert einen Aufbruch in eine veränderte Wahrnehmung der Welt.
Mir gefällt das Bild einer Keimzelle, aus der heraus für alle etwas Unterschiedliches entstehen kann. Durch thematisch abgestimmte, wöchentliche Fragen kommen Reflexionsprozesse in Gang, die du mit deinen Körperwahrnehmungen abgleichst. Darum ist dein Erleben sehr individuell.
In unserem regelmäßigen Austausch zeigt sich, dass unsere grundsätzlichen Themen jenseits der individuellen Erfahrungen ganz ähnlich sind. Deshalb schafft der Inner Adventure Trip gleichzeitig etwas sehr Verbindendes:
Wir bezeugen uns gegenseitig unser Mensch-Sein, indem wir unser Anderssein bewusst aushalten.
Nicht abwiegeln, nicht überzeugen, nicht trösten.
Einander sehen, uns selbst zeigen. Jede*r, so wie es gerade passt.
Wenn wir Andersartigkeit nicht als ‚Angriff‘ auf unser eigenes Sein bewerten, weil wir in uns sicher fühlen, können wir sie als Bereicherung für unsere Selbstwahrnehmung umso mehr schätzen. Wir erleben, wie sich Verbindung anfühlt, die nicht durch Anpassung entsteht.
Was bringe ich mit? Die feste Verwurzelung in meiner eigenen Identität. Innere Freiheit. Die tief empfundene Verbundenheit füreinander über unsere Menschlichkeit und das feste Vertrauen darauf, dass innere Prozesse ihre eigene Chronologie haben und niemand irgendwohin gepusht werden muss.
Neugier und Lebensfreude sind mein Antrieb.