Long Story Short

Warum ich mache, was ich mache

Als ich den im Juni 2024 den Entschluss gefasst hatte, die Entlassung aus dem Beamten- und damit auch gleichzeitig aus dem Schuldienst zu beantragen, war für mich klar, dass ich direkt im September als Coachin für Empathische Biografiearbeit in die Selbstständigkeit starten möchte.

Mit viel Elan und guten Ideen für Workshops und anderen Angeboten stürzte ich mich in die Arbeit. Schon nach recht kurzer Zeit merkte ich allerdings, dass ich Stress & Hustle des Lehrerinnen-Daseins gegen den der Selbstvermarktung eingetauscht hatte. 

Äußerlich war ich freier, innerlich hing ich jedoch noch ganz schön fest in Überzeugungen wie z.B.  „Ich bin nur etwas wert, wenn ich etwas leiste.“ oder „Ich muss mir meinen Erfolg hart erarbeiten.“

Eine ziemlich langwierige Nebenhöhlenentzündung zog mich vollends aus dem Verkehr und ich begab mich bereitwillig in innere Klausur. Meines Geruchs-, Geschmacks- und Hörsinns beinahe vollständig beraubt, blieb mir gar nicht viel anderes übrig, als mich ganz und gar meinem Innenleben zuzuwenden…

Dort habe ich wesentlich mehr gefunden, als ich eigentlich gesucht hatte. Mit der sich vertiefenden Verbindung zu meinem Wesenskern, der sich hinter Prägungen, Rollenbildern und Erwartungen immer deutlicher zeigte, wuchs das Gefühl einer ‚Anbindung‘ an ein großes Ganzes. 

Ich glaube, als der Schalter umgelegt war und ich mich auch meinen spirituellen Bedürfnissen (wieder) öffnete, erfolgte die Erweiterung meiner Persönlichkeitsentwicklung vom reinen Selbstzweck zum gesellschaftlichen Beitrag. Ich begann zu ahnen, worin mein Beitrag für die Allgemeinheit liegen könnte.

‚Turning pain into future‘ – ich glaube, das trifft es im Kern.

Der Weg durch all die Erfahrungen und Empfindungen, die ich im Laufe meines Lebens gesammelt habe, durch all die Prägungen, die mir teilweise von meinen Eltern und Großeltern schon weitergegeben wurden und durch Überzeugungen, die in unserer Gesellschaft selten hinterfragt werden, war schmerzhaft und tränenreich. Oft führte er entlang an diffusen Ängsten, die im Körper festzustecken schienen.

Allerdings öffnete sich dadurch auch mein Blick für andere Perspektiven auf unsere Mensch-Seins, die mir bisher fremd waren oder die ich davor noch gar nicht wahrgenommen hatte.

Insgesamt hat diese intensive Zeit, die ich im Nachhinein als eine Art innerer Ausbildung oder ‚Initiation‘ betrachte, hat meine Haltung gegenüber dem Leben und auch dem Sinn und Zweck von Persönlichkeitsentwicklung grundlegend verändert.

Ich begreife das Leben mittlerweile als eine Art ‚Adventure Trip‘, dem ich offen und neugierig gegenüber stehe. In meiner Weltsicht gibt es kein ‚Gut‘ und ‚Böse‘, kein ‚Richtig‘ oder ‚Falsch‘. Für mich stellt alles, was mir im Leben begegnet, eine Erfahrung dar und ich finde es sehr spannend, diese Erfahrungen (viele davon erst im Nachhinein) zu durchdringen und darüber mehr über meine eigentlichen Bedürfnisse, meine Wünsche und Sehnsüchte zu lernen.

Da meine eigenen Erfahrungen und Einsichten so viele Anknüpfungspunkte an gesellschaftliche Entwicklungen haben, zeige mich damit – und mit vielen offenen Fragen – in meinen Texten. Ich denke, die Welt kann ein bisschen mehr Mut zur inneren Autorität, Eigenverantwortung und Lust auf aktive Zukunftsgestaltung brauchen.

Für die direkte Arbeit mit Menschen verzichte ich auf eine ausdrückliche Rollenzuschreibung. Alle mir geläufigen, die naheliegend erscheinen, bedienen in meinen Augen  hierarchische Strukturen. Wenn du mit dieser Haltung etwas anfangen kannst, begegne ich dir einfach von Mensch zu Mensch, als empathisches Gegenüber, mit dem du deine Tiefe erkunden kannst. 

Wichtige Werte für eine Zusammenarbeit sind mir Freiwilligkeit, Aufgeschlossenheit und Selbstverantwortung.

Wie das konkret aussehen könnte, findest du unter work with me.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert