Was sich verändert hat, seit ich meiner inneren Autorität vertraue

Diese Frage ließ sich nicht theoretisch erkunden. Kein Buch, kein Kurs, kein*e Lehrer*in konnte darauf echte Antworten  geben.

Wirklich weiter kam ich erst, als ich mich reinwerfen, unsere Vorstellungen davon loslassen, wie etwas zu sein hat, durch Ausprobieren und Kurswechseln, wenn nötig.

Genau genommen lebe ich dieses Muster schon von klein auf. Immer, wenn es darauf ankam, hatte ich –  oft nach langem Ringen mit mir selbst – diese innere Klarheit, um unbequeme Entscheidungen umzusetzen, egal ob es meine Wohnsituation, Beziehungen oder Lebenskonzepte betraf. 

Nachdem ich den Mut gefunden hatte, mich zuletzt auch noch aus dem sicheren, aber für mich zu engen beruflichen Rahmen zu lösen, begann eine spannende, aber auch herausfordernde Zeit der Durchdringung und Verdichtung. Wer bin ich wirklich, wenn ich aufhöre, die Antworten im Außen zu suchen? Wenn ich so ziemlich alles loslasse, worauf ich mein Selbstverständnis und mein Verständnis von Sicherheit bisher bezogen habe?

Was ich zuvor schon aus meinen zahlreichen Fortbildungen mitgenommen hatte, erwies sich als solide Grundlage dafür, meine Themen auf ganz unterschiedlichen Ebenen zu durchdringen: erprobte Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung verbunden mit der Fähigkeit, in meinen Körper hineinzuspüren und mit dem zu arbeiten, was sich zeigt. Das auszuhalten, was gerade ist. 

Und es zeigten sich tiefe, existenzielle Ängste, Ohnmachtsgefühle – und die Wut darüber, eigene und übernommene begrenzende Denkmuster – die überwiegend unter Tränen und Trauer zum Vorschein kamen.

Bücher, Kurse und ‚Lehrer*innen’ sorgten mitunter für die nötigen Impulse, meist waren es aber Konflikte oder Irritationen im engsten Umfeld, die mir wertvolle Hinweise für weitere Anknüpfungspunkte gaben.

Nach gut zwei Jahren Vollzeit-Deep Dive habe ich meine Stimme soweit gefunden und gefestigt, dass ich jetzt weitergeben möchte, was ich für mich als wertvoll und hilfreich empfand.

Ich sehe den ‚8-Wochen-Inner-Adventuretrip‘ als Aufbruch, der für manche einen Richtungswechsel und für andere eine Vertiefung bringen wird. Unsere gemeinsame Zeit ist eine Art Keimzelle, aus der heraus für uns alle etwas Unterschiedliches entstehen kann. 

Als Initiatorin setze ich durch gezielte Impulse Reflexionsprozesse in Gang, die wir mit unseren jeweiligen Körperwahrnehmungen abgleichen und deshalb sehr individuell sind. 

Durch unseren tiefen Austausch zeigt sich jedoch, dass unsere grundsätzlichen Themen jenseits der individuellen Erfahrungen ganz ähnlich sind. Deshalb hat dieses Vorgehen auch etwas sehr Verbindendes: Wir bezeugen uns gegenseitig unsere Menschlichkeit, indem wir unser Anderssein aushalten.

Damit eine echte Öffnung geschehen kann, schaffe ich einen sicheren Rahmen, der trägt, weil ich genau das verkörpere, was ich vermitteln möchte:

Feste Verwurzelung in der eigenen Identität, innere Freiheit und ein aufgeschlossenes Zugehen auf andere, im tiefen Vertrauen darauf, dass jeder Mensch innerhalb seiner Möglichkeiten sein Bestes gibt und dass innere Prozesse ihre eigene Chronologie haben.